3-Kanal Videoinstallation
Das Spiel ist ein geeignetes Werkzeug zur Forschung; systemisch und doch ergebnisoffen entwirft es einen Möglichkeitsraum collagenhaft arrangierter Situationen. Die Bilder sind einer Realität nachempfunden, wollen vielleicht täuschen, drängen sich aber dennoch auf in ihrer Künstlichkeit. Provozieren, den Wunsch jemand anderes zu sein, ohne sich selbst verlieren zu müssen: Schauspieler*innen werden zu ihren eigenen Zuschauer*innen auf einer virtuellen Bühne, entwerfen eine gefühlte Dramaturgie. Werden zu einer Identität, fluktuierend zwischen leiblicher Präsenz und imaginärem Abbild in der Projektion. Geforscht wird an Momenten, entstehend in der Limitation, beruhend auf dem Skript der Programmierung. Es kann eine neue Freiheit des Ausdrucks entstehen, außerhalb sonst gelebter Realitäten. Die Momente verschwinden und tauchen wieder auf, mehrere Ebenen durchlaufend; werden konserviert in einer Projektion, verfremdet und gedeutet durch filmische Mittel.
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Die virtuelle Kamera wird gedoppelt durch die Filmkamera, das Material gedeutet durch spezifische Blicke. Der Blick in den Ausstellungsraum, umherschweifend zwischen verschiedenen Seiten einer Geschichte, erstarrt zur Dokumentation eines Verlorenen und neu zu Entdeckenden.
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Realisation: Mia Bencun, Dominik Keggenhoff, Aleksandar Radan
Zusätzliches 3d-Modeling: Simon Klein
Programmierung: Lars Thießen (Hochschule Darmstadt)
Performer: Felix Nikolaus Bold, Sophia Hahn, Alrun Hofert, Robert Will