Installation
haus-05
Zu Beginn eine Glastür – oder noch davor: Eine Einfahrt in der Dunkelheit, am Dorfplatz, der sich kreisförmig um eine Eiche im Zentrum bildet. Im Dunkeln kommen wir immer an. Das Ankommen ist holprig, von grobem Pflasterstein bestimmt. Hinter der Glastür betritt man einen gekachelten Vorraum, zur Rechten steht ein Webstuhl, den der Großvater selbst gedrechselt hat, er funktioniert nicht, Holz arbeitet selbst. Daneben befindet sich eine Speisekammer mit Konserven, Einmachgläsern, mit Litern selbstgemachten Apfelsafts, Sorte Boskoop.
A_ Es muss der Ort sein_1
Die Schwelle ins Haus besteht aus zwei Türen, eine schwere, massive Holztür mit gusseisernem Griff, weiß gestrichen, niemals geschlossen – doch, nachts. Gemeinsam und getrennt voneinander versuchen wir ein Archiv zu erstellen, das Objekte, Materialien, Fotografien von und aus den Häusern unserer Großeltern beinhaltet. Durch die Ausstellung des Privaten wird das Gewöhnliche, das Allgemeine sichtbar: Jede*r hat Großeltern. Die individuellen Besonderheiten liegen also unter einer Schicht der Allgemeinheiten. Ausgehend vom Grundriss der Häuser bespielen wir konstruierte Räume mit Alltäglichem. Ein DAMALS wird erinnert, fiktionalisiert, re-/konstruiert. Kaffeefleck verschwindet unter Taschentuch. Wir beschäftigen uns mit der Überlagerung und Projektion von Wohnräumen in den öffentlichen Raum der Ausstellung. Dieses digital und analog entstandene Archiv ist als Versuch einer Annäherung an eine Vergangenheit, die zuletzt noch im Objekt existiert, zu verstehen. Der Raum erzählt.
A_ Es muss der Ort sein_2